Vom Monolog zum Multilog


Veröffentlicht im Magazin FRGenial - Ausgabe 2013

Kommunikation auf Augenhöhe. Austausch auf allen Ebenen – Online und Offline.

„Sprechen wir darüber!“ Über die neue Produktlinie „Auwiesen“ der Käserei Innstolz zum Beispiel, über die neu konzipierten Websites der Euro Risk Gruppe, den farbfröhlichen Kulturwald-Auftritt oder die sportliche Ochsentour von Bayern Tourismus, „24 Stunden von Bayern“. Atelier & Friends lädt seine Kunden, Freunde und Partner via Internet ein, mehr zu erfahren über das Agenturleben, die Projekte, die Prozesse – und natürlich zum Dialog: „Wir posten aktuelle Beiträge zu unseren Projekten und Aktivitäten sowohl auf unserer Homepage als auch gleichzeitig auf Facebook, Twitter und Google+. Viele unserer Auftraggeber und Netzwerkpartner, aber auch einfach nur Menschen, die sich für unsere Arbeit interessieren, sehen so, was sich bei uns tut. Wir erhalten Rückmeldungen und Anregungen – es entsteht ein Austausch auf Augenhöhe. Wir sind immer auf Tuchfühlung. Das bringt uns in unseren Kreativprozessen weiter – was letztlich wiederum unseren Kunden zugute kommt“, erklärt Atelier- Geschäftsführer Markus Pühringer das Konzept.

Dialog macht klug

Mit Kreativität und Leidenschaft begleitet Atelier & Friends Unternehmen in die Zukunft. Seit Jahrzehnten. „Was es heute mehr denn je dafür braucht, sind Bereitschaft zu neuem Denken, neuem Handeln und neuer Kommunikationskultur. Die Zeit der Einbahnkommunikation und Monologe gehört der Vergangenheit an“, skizziert Markus Pühringer die Entwicklung der Kommunikationslandschaft. Viele Faktoren, vor allem Social Web, haben Gesellschaft, Kaufverhalten und Kommunikation nachhaltig verändert. Dass Kunden an Markenprozessen oder sogar an der Entwicklung künftiger Produkte aktiv beteiligt werden, ist laut Pühringer keine Seltenheit mehr und überaus sinnvoll. Emotionen, die mit dem Produkt verbunden werden, Entscheidungskriterien, die zum Kauf geführt haben, Funktionen, die sich mehr oder weniger bewähren: „Niemand kann uns kompetenter darüber Auskunft geben als unsere Kunden. Sie leben täglich mit den Produkten und identifizieren sich oft in sehr hohem Maße.“ Und das Beste: „Konsumenten wollen gefragt werden und sie erzählen uns gerne über ihre Erfahrungen. Eine großartige Chance, die Beziehungen zu stärken, als Unternehmen zu lernen, kreative Lösungen zu entwickeln und besser zu werden.“

Mitreden, mitmachen, mitentscheiden.

Dass diese Strategie aufgeht, beweist etwa das neue Marketingkonzept der Stadt und Werbegemeinschaft Cham: Auf www.mein-champion.de finden sich die besten Tipps zum Einkaufen oder Ausgehen, attraktive Übernachtungsmöglichkeiten, Kulturveranstaltungen und vieles mehr. Der Clou des Stadtmarketing-Konzepts, das sich vorrangig aufs Internet stützt und den Gewerbetreibenden eine Plattform zur Präsentation bietet: User können mitreden und aktiv mitgestalten, indem sie selbst Tipps abgeben, Angebote bewerten und daraus ihren ganz persönlichen Champion küren. „Die von uns im Rahmen eines Wettbewerbs vorgeschlagene Strategie hat die Auftraggeber zuerst überrascht und dann sofort überzeugt“, erzählt Markus Pühringer und lobt den Mut der Kommune zu dem völlig neuen Ansatz der Kommunikation. Mit nur einer Aktivität erreiche Cham gleich mehrere Kanäle und Zielgruppen – was sich via Webanalytik-Tool, das unter anderem die Herkunft und Nutzungsdauer der User auf der Plattform misst, obendrein bestätige. Die webbasierte Marketingstrategie wurde in der Einführungsphase durch Plakataktionen, Promotion Teams und Radiospots ergänzt, was zu einer effizienten Verschränkung von Online- und Offlinemaßnahmen führte.

Atelier & Friends macht Identität sichtbar, z.B. für das Modehaus Garhammer, die Stadt Cham, Innstolz Auwiesen, das Rollende Hotel Rotel Tours, Computermodul-Hersteller Congatec sowie für die Versicherungsmakler AG Euroassekuranz.

Marktpräsenz durch Alleinstellung und Benefits

Atelier & Friends positioniert Firmen, Produkte oder Ereignisse in den Märkten und repräsentiert sie unverkennbar nach außen. Dabei bilden klare Zielformulierungen, das Herausarbeiten eines Alleinstellungsmerkmals und relevanter Benefits für spezifische Zielgruppen sowie eine Norm brechende Kommunikation die Grundlagen, um erfolgsentscheidende Aufmerksamkeit zu erringen. „Die unverwechselbare Präsenz am Markt erfordert eine klar formulierte Positionierung mit einem glaubhaften Markenversprechen an die Zielgruppen und einem sich vom Wettbewerb deutlich unterscheidenden Auftritt“, erläutert Markus Pühringer. Schließlich sagte schon der amerikanische Marketing-Guru Al Ries: „Es geht nicht um den Wettbewerb von Produkten, sondern um den Wettbewerb von Wahrnehmung.“

Begleitung interner Managementprogramme für die Schaltbau Gmbh
Corporate Design für das Bluetone-Festival

Ein Beispiel: „Bluetone“ in Straubing. Für das einstige Festival „Jazz an der Donau“ hat Atelier & Friends im vergangenen Jahr nicht nur einen neuen Namen kreiert, sondern auch ein neues Erscheinungsbild entworfen und die Veranstalter zudem in sämtlichen Kommunikationsmaß- nahmen unterstützt. Vorangegangen war dem eine Neupositionierung der Veranstaltung mit einer langfristig Erfolg versprechenden Ausrichtung auf die Zielgruppen. „Bluetone“ übertraf heuer, im zweiten Jahr seiner neuen Marktpräsenz, alle Erwartungen und brach deutlich den bisherigen Besucherrekord.

Multimediale Erlebniswelten für alle Sinne

Ein weiteres Leuchtturmprojekt entsteht derzeit in Schloss Wolfstein: Für das Museum „Jagd Land Fluss“ hat Atelier & Friends in Kooperation mit dem Kulturreferat des Landkreises Freyung-Grafenau und dem Nationalpark Bayerischer Wald ein neues Konzept erarbeitet und darin aufsehen- erregend didaktische und gleichsam multimediale Ereignisse mit zahlreichen Möglichkeiten zur Interaktion platziert. Auf einer Ausstellungsfläche von 750 Quadratmetern wird das Museum aktuell zu einer sinnenreichen Erlebniswelt umgestaltet. Auch die längste Burg der Welt wird durch kreative Ideen aus Grafenau um eine Attraktion reicher: Ab 2015 birgt die historische Anlage hoch über der Burghauser Altstadt ein neues Stadtmuseum. Mit der Planung der Dauerausstellung wurde im Frühjahr dieses Jahres Atelier & Friends beauftragt – womit die Agentur gleich mehrere bundesweit bedeutende Museumsplaner aus dem Rennen schlagen konnte. Die Museumsgestaltung in der Burghauser Burg ist ein Auftrag, der Geschäftsführer Markus Pühringer besonders freut. Schließlich gelte es, einen „riesigen Schatz an Geschichte“ zum begreifbaren Erlebnis zu formen. Mehr als eine Million Euro investiert die Stadt Burghausen in ihr neues Museum auf der Burg, das in zwei Bauabschnitten in die Räume der Landesausstellung 2012 einziehen wird.

Auch Berching in der Oberpfalz setzte auf das Know-how von Atelier & Friends: Dort wird 2014 der große Opernreformator und Komponist Christoph Willibald Gluck anlässlich seines 300. Geburtstags geehrt. Das Konzept für ein Gluck-Festival von musikalischer Landpartie bis Aktionskunst entlang der historischen Berchinger Stadtmauer stammt einmal mehr aus Grafenau.

Zuvor schon hatte sich die Landesgartenschau in Deggendorf, die als „Donaugartenschau“ im April 2014 ihre Pforten für mehrere hunderttausend Besucher öffnet und ein Natur- und Kulturerlebnis für alle Sinne verspricht, für ein Kommunikationskonzept von Atelier & Friends entschieden. Dabei konnte die Agentur auf ihre Erfahrungen bei der erfolgreichen Konzeption der „Kleinen Gartenschau“ Natur in Waldkirchen 2007 bauen. Schon damals wurde auf integrierte Kommunikation gesetzt: Sämtliche Kommunen im Landkreis wurden miteinbezogen und mit rund 230.000 Besuchern in nur neun Wochen alle Erwartungen übertroffen.

Themen inszenieren, Wissen mit Spaß vermitteln, Geschichte erlebbar machen. Atelier & Friends konzipiert die Ausstellung in der längsten Burg der Welt.

Strategien formulieren, Botschaften authentisch gestalten, eine Alleinstellung besetzen: Themenwege für den Landkreis Kelheim, Erscheinungsbild für die Landesgartenschau in Deggendorf, Konzeption der Ausstellung im Jagd- und Fischereimuseum, Marketingkonzept für das Festival Kulturwald, Idee für die Vorplatzgestaltung beim Lokschuppen in Rosenheim, Corporate Design für die Hochschule Landshut.

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